Private Krankenversicherung für Existenzgründer

Laut Gesetz ist jeder der in Deutschland lebt verpflichtet, Mitglied in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung zu sein. Ganz egal ob man nun Angestellter oder Selbstständiger ist. Wer plant sich selbstständig zu machen, muss dies zunächst seiner gesetzlichen Krankenversicherung melden.Diese prüft die voraussichtliche Höhe der Einnahmen, so wie den zeitlichen Rahmen, um zu entscheiden ob es sich um eine hauptberufliche Tätigkeit handelt.

Existenzgründer, die sonst keine andere Krankheitsabsicherung haben, können im Basistarif einer privaten Krankenversicherung abgesichert werden. Wer sich in diesem Tarif versichern möchte, darf von keiner Versicherung abgelehnt werden und der Höchstbeitrag den man bei einer gesetzlichen Krankenversicherung zahlen müsste, darf im Basistarif nicht überschritten werden. Außerdem sind Leistungsausschlüsse und Risikozuschläge nicht erlaubt.
Welche Vor-und Nachteile hat eine private Krankenversicherung?
- Wer einmal in der privaten Krankenversicherung ist, der kann nicht mehr ohne weiteres in eine gesetzliche Versicherung zurückkehren.
- Sollte man eine Familie gründen, muss für alle Familienmitglieder Beitrag gezahlt werden.
- Um aufgenommen zu werden muss man gesund sein. Je höher ein Krankheitsrisiko ist, umso höher werden die Beiträge.
- Auch Raucher werden angenommen, da zwar höhere Behandlungskosten zu erwarten sind, dafür aber die Lebenserwartung geringer ist.
- Es werden Ansparungen gebildet.
- Frauen zahlen höhere Beiträge, da sie eine höhere Lebenserwartung haben und evtl. Entbindungen zu erwarten sind.
- Für junge Existenzgründer können die Beiträge sogar geringer sein, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ein Versicherungsbeispiel
Ein 25 jähriger Selbstständiger ohne Kinder, zahlt bei einem Gewinn von 3000 Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung + Pflegeversicherung 514,50 Euro. Versichert er sich in einer privaten Krankenversicherung, kann er monatlich unter 200 Euro zahlen.
Leider gibt es aber auch private Versicherer, die ihre Versicherten im Alter zu hohe Beiträge zahlen lassen. Darüber sollte man sich vorher bei einem unabhängigen Versicherungsmakler informieren. Sollte man Kinder haben, kann es sein das sich die private Krankenversicherung nicht lohnt. Man kann damit rechnen, dass man je Kind ca. 100 Euro mehr zahlt. Wer also viele Kinder hat, der sollte sich überlegen lieber in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben und eine private Zusatzversicherung abzuschließen, die etwaige Versicherungslücken abdeckt.

Filed under: Versicherung | Posted on Oktober 21st, 2011 by admin

5 Responses to “Private Krankenversicherung für Existenzgründer”

  1. Zahnversicherung Vergleich Says:

    I read with great interest.Thanks for you sharing.

  2. Gibt es eine Zweiklassengesellschaft bei der Krankenversicherung? | MyFinz.de Says:

    [...] haben es allerdings nicht immer leichter. Dies bezeugen die gravierenden Probleme, die die Privatversicherungen derzeit mit etwa 140 000 zahlungsunfähigen Kunden haben. Nachdem die Kosten einiger ursprünglich [...]

  3. Ergo Direkt Zahnzusatzversicherung Says:

    Tolle infos.Danke!

  4. Lohnt sich der Wechsel von gesetzlicher zur privaten Krankenversicherung? | MyFinz.de Says:

    [...] unabhängig von weiteren Einnahmen. Diese Kosten steigen zwar, wenn längere Zeit eine private Krankenversicherung in Anspruch genommen wurde, liegen oft aber immer noch unter den Beiträgen für eine [...]

  5. Onlineshops als Existenzgründer betreiben | MyFinz.de Says:

    [...] locken Existenzgründer neben den guten Wachstumsraten des Online-Handels zum Start in die Selbstständigkeit im Web. Kostengünstige Onlineshop Software und geringe Hosting- sowie Traffic Kosten sind jedoch [...]

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